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Die häufigsten Fehler am Hochzeitstag 🚩

von Gil Gropengießer

von Gil Gropengießer

Ich schreibe über Fotografie, Selbstständigkeit und Kreativität.

Folgende Fehler solltest du als Fotograf:in am Hochzeitstag nicht machen:

Negative Kommunikation

Es scheint offensichtlich, ist es aber nicht. Wir haben schon häufig erlebt, dass andere Dienstleister am Hochzeitstag irgendwelche negativen Geschichten auspacken.

Nicht selten waren wir anwesend, während ein anderer Dienstleister der Braut beim Getting Ready von einem schlimmen Morgen, einem Stau oder einem Streit erzählt hat.

Wenn wir am Hochzeitstag von unseren Kund:innen oder den Gästen gefragt werden, wie es uns geht, dann ist die Antwort, ganz egal wie es uns wirklich geht, immer: Es geht uns gut, danke!

Es gibt am Hochzeitstag keinen Raum für Negatives.

Menschen reagieren unterschiedlich emotional auf Geschichten. Es ist daher besser, vorsichtig und mit Bedacht nur die Dinge zu erzählen, die deinem Gegenüber ein gutes Gefühl geben.

Selbst wenn etwas nicht gut lief, die Antwort ist immer die gleiche: Es geht uns gut, danke.

Kein BackUp Equipment

Hochzeitsfotografie ist kein Bereich in der Fotografie, der zur Sparsamkeit einlädt.

Ja, wir Fotograf:innen machen das Foto, nicht die Kamera. Aber wenn die Kamera kaputt ist, die Linse nicht lichtstark genug oder die Speicherkarte defekt, dann macht niemand ein Foto.

Equipment spielt eine wichtige Rolle in der Hochzeitsfotografie.

Natürlich solltest du daher mindestens zwei Kameras und zwei Objektive am Hochzeitstag dabei haben. Weniger wäre fahrlässig, denn viele Momente am Hochzeitstag können nicht wiederholt werden. Es ist sehr wichtig, nicht naiv zu sein oder Geld sparen zu wollen.

Kameras gehen kaputt, Akkus versagen und Objektive fallen herunter.

Die gute Nachricht ist, dass sehr gute Kameras immer günstiger werden. Noch vor wenigen Jahren hat eine gute Spiegelreflexkamera mit zwei Kartenslots noch mehr 4.000€ gekostet. Heute bekommst bessere Kameras für etwas mehr als 2000€.

Es ist außerdem wichtig, genug Akkus und Speicherkarten dabei zu haben.

Es gibt eine Lösung, falls du noch nicht genug Geld für zusätzliches Equipment hast: Als wir angefangen haben Hochzeiten zu fotografieren, da haben wir uns für jeden Auftrag eine Anzahlung überweisen lassen. Damit haben wir uns dann kurz vor den Hochzeiten beim Fotohändler in Leipzig zusätzliches Equipment ausgeliehen.

Zu wenig fotografieren

Ein großer Vorteil der digitalen Fotografie sind die geringen Kosten.

Es passiert am Hochzeitstag viel in Bewegung: Der Kuss, der Auszug, die Gratulationen und vieles mehr. Daher ist es immer ratsam, häufiger abzudrücken. Bescheidenheit ist nicht angebracht, halte dich nicht zu sehr zurück.

Du bereust nur die Fotos, die du nicht gemacht hast.

Heute sind spiegellose Kameras wie unsere Canon EOS R6 leise und schnell, sodass du niemanden störst.

Nicht selten kam mir beim Auswählen der Fotos der Gedanke, dass ich in einigen Situationen hätte häufiger abdrücken müssen. Mit Hilfe von Tools wie Narrative Select geht die Bildauswahl heute so schnell, dass ein paar hundert Fotos mehr kein Problem darstellen.

Etwas erzwingen

Es geht am Hochzeitstag nicht um dich, sondern darum, den Tag so zu respektieren, wie er ist. Nur so werden die Fotos authentisch und ehrlich. Es wäre falsch, etwas zu erzwingen.

Natürlich ist es grundsätzlich gut, die eigene Vision umzusetzen, denn schließlich wirst du hoffentlich genau dafür von deinen Kunden und Kundinnen gebucht. Doch sollten Fotograf:innen auch in der Lage sein zu erspüren, wo die Grenzen verlaufen.

Wenn ein Hochzeitspaar eher introvertiert ist, macht es wenig Sinn, sie um ausdrucksstarke Posen zu bitten. Sie werden sich damit eher unwohl fühlen.

Es gilt die Persönlichkeiten deiner Kund:innen, als auch ihre Wünsche und Vorlieben zu respektieren. Nur dann entstehen Fotos, auf denen sich deine Kund:innen gefallen.

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