Du brauchst keinen Portfolio Workshop im Ausland (wirklich nicht)

Du musst keinen Portfolio Workshop buchen, um in der Hochzeitsfotografie durchzustarten oder um internationale Hochzeiten zu fotografieren. Es ist nur eine Illusion, die in den letzten Jahren entstanden ist, weil es so scheint, als würden es alle machen. Doch dem ist nicht so.

Julia und ich haben nie solche Portfolio Workshops besucht. Auch Kolleg:innen wie Pia und Chris von The Saums oder Katarina Fedora (soweit ich weiß) nicht. Wir haben freie Projekte selbst geplant und umgesetzt. Und genau das hat uns geholfen, mehr über uns als Fotograf:innen zu lernen.

Was viele vergessen: Wenn du dein eigenes freies Projekt planst, passiert etwas Entscheidendes: Du wirst kreativ. Du setzt dich mit deinen Ideen auseinander. Du fragst dich: Was interessiert mich eigentlich? Was möchte ich fotografieren und wie? Welche Menschen berühren mich? Welche Stimmung will ich erzeugen? Diese Fragen bringen dich weiter. Und genau dieser Prozess fehlt, wenn du alles präsentiert bekommst.

Diese Workshops kosten nicht selten ein paar tausend Euro. Für das gleiche Geld könntest du mehrere eigene Projekte umsetzen. Du könntest dir ein Kleid ausleihen, ein Model buchen, ein Studio mieten oder einfach in gutem Licht an einer Location in deiner Nähe fotografieren. Du bestimmst das Konzept, du steuerst die Bildsprache, du entwickelst dich genau in die Richtung weiter, die zu dir passt.

Ein weiterer Haken: Man erkennt diese Workshop Fotos oft. Es ist zu perfekt, es sind die gleichen Paare, die gleichen Locations. Es wirkt nicht wie eine echte Hochzeit – weil es eben keine ist. Und genau das spüren möglicherweise potenzielle Kundinnen und Kunden. Im schlimmsten Fall kann das sogar abschrecken.

Selbst organisierte freie Projekte helfen dir dabei, deine kreative Identität zu entwickeln. Und genau das ist vielleicht das Wertvollste überhaupt.

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