Warum Fotografen unterbezahlt sind 💾

FrĂŒher haben wir uns an den Preisen anderer Fotograf:innen orientiert, wir hatten ja keine Ahnung von Kalkulation.

Dazu kam unser VerstĂ€ndnis dafĂŒr, was viel oder wenig Geld ist. Was wĂ€ren wir bereit fĂŒr Fotos auszugeben und wieviel könnten wir selbst ausgeben?

Seitdem konnten wir jedes Jahr unsere Preise etwas erhöhen.

Doch speziell in den ersten Jahren haben wir uns hÀufig unter Wert verkauft.

Wie errechnet sich der Wert deiner Dienstleistung?

  1. Anhand der Preise anderer Fotograf:innen in deinem Markt? Das kann zu Beginn eine Orientierungshilfe sein. Es gibt jedoch unzĂ€hlige MĂ€rkte innerhalb der Hochzeitsfotografie und die Preise gehen weit auseinander.
  2. Anhand der beruflichen Erfahrung? Vielleicht ein bisschen. Wer schon lange fotografiert hat sich möglicherweise ein aussagekrĂ€ftiges Portfolio erarbeitet. Niemand kann jedoch viel Geld verlangen, nur weil er lange im GeschĂ€ft ist.
  3. Anhand der QualitĂ€t der Fotos? Eher weniger, QualitĂ€t definiert jeder anders. Aber natĂŒrlich sind gute Fotos die Grundvorraussetzung.
  4. Anhand der zu leistenden Stunden? StundensĂ€tze machen keinen Sinn. Je lĂ€nger etwas dauert, umso teurer wird es fĂŒr den Kunden. Dabei sollte es teurer werden, wenn wir schneller liefern. Wir sollten nach Ergebnissen berechnen, nicht nach Zeit.
  5. Anhand der Kosten? Es geht nicht darum wieviel du verlangen musst, sondern darum wieviel du verlangen möchtest. Wer nur kostendeckend arbeitet, kann nie Pausen machen, in Weiterbildung investieren und Geld zurĂŒcklegen.
  6. Anhand dessen, was du selbst zahlen könntest oder wĂŒrdest? NatĂŒrlich nicht. Es gibt Menschen, die haben mehr Geld als du und sie sind bereit, mehr dafĂŒr auszugeben. Du entscheidest, an wen sich dein Angebot richtet.

Alle Punkte spielen mit rein, machen jedoch keinen großen Unterschied. Fotograf:innen sind hĂ€ufig unterbezahlt, weil sie ihren Wert anhand der vorangegangenen Punkte ermitteln.

Folgende Punkte können den Wert jedoch viel mehr beeinflussen:

  1. Positionierung Nur eine bestimmte Gruppe anzusprechen, ist Positionierung. Ein Angebot fĂŒr jeden ist ein Angebot fĂŒr niemanden. An wen richtest du dein Angebot? Wer versucht es jedem recht zu machen, sucht nach dem kleinsten gemeinsamen Nenner, also dem Durchschnitt. Niemand zahlt jedoch einen hohen Preis, fĂŒr ein durchschnittliches Produkt. Die Luft ist im mittleren Preissegment und dĂŒnnsten, die Konkurrenz ist groß. Du entscheidest, was du fĂŒr ein Produkt anbietest und wem du an anbietest. Es gibt nicht nur einen Hochzeitsfotografie-Markt, sondern unzĂ€hlige kleine Mikro-MĂ€rkte.
  2. Branding Dein Brand beeinflusst deinen Preis am meisten. Nimm einen Kaffee, mach ein Starbucks Logo drauf und schon ist der Kaffee 3x so teuer. Es geht nicht um den realen Wert, sondern um den wahrgenommenen Wert. Deine Marke sind alle GefĂŒhle, die Kund:innen mit dir in Verbindung bringen. Deine Kommunikation, deine Website, deine Texte, deine Stories – All das und noch viel mehr beeinflusst, wie dein Brand gesehen wird.

Fazit

Du darfst mehr Geld verlangen. Lass dich nicht von deiner eigenen Vorstellungen davon, was du fĂŒr eine Hochzeitsreportage nehmen solltest oder darfst, bremsen.

Preise sind fiktiv. NatĂŒrlich musst du deine Kosten decken und Gewinn erwirtschaften, darĂŒber hinaus sind deine Preise aber fiktiv. Du entscheidest, welcher Gruppe du deine Dienstleistung anbietest. Du kannst dich jederzeit neu ausrichten und positionieren.

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