Perspektive

Die Voyager I machte am 14. Februar 1990 ein Foto von der Erde, als sie 6 Milliarden Kilometer entfernt war. Es handelt sich bis heute um das aus dem größten Abstand gemachte Foto unseres Planeten. Die Erde ist nur als winziger Punkt mitten im Bild zu sehen, der hell leuchtet. Ich habe davon einen kleinen Print in meinem Kalender liegen und wenn eine Woche vorbei ist, leg ich das Foto in die nächste Seite, sodass ich es jeden Tag sehe, wenn ich in den Arbeitstag starte. Ich neige dazu, Dinge zu verkomplizieren und perfektionistisch zu sein: Dieses Foto kann ich nicht posten, dass ist nicht gut genug. Dieses neue Projekt sollten wir lieber gleich bleiben lassen, dafür sind wir nicht gut genug. Ich kann nicht einfach diese Mail rausschicken, ich muss es besser formulieren. Dieses Foto erinnert mich jeden Tag daran, wie klein und unbedeutend ich bin. Dieser Gedanke ermutigt mich, mehr zu riskieren und weniger drüber nachzudenken, ob es kappt oder wie es ankommt. Was soll schon passieren? Wir sitzen alle auf dieser Kugel, mitten im nirgendwo, und ich zerbreche mir den Kopf über ein Instagram Foto? Dieses Foto hilft mir dabei, die Handbremse etwas zu lösen, mutiger zu sein und mir weniger den Kopf zu zerbrechen. Der Trick ist, die Sorgen aus einer neuen Perspektive zu betrachten, um sie dadurch kleiner zu machen. 

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